Wirtschaftliche Bedeutung und Verwendung

Palladium wurde offiziell erst 1803 von William Hyde Wollaston entdeckt. Wir können deshalb die Förderung insgesamt nicht genau beziffern. Einer jährlichen Förderung von 220 Tonnen steht ein Jahresverbrauch von rund 240 Tonnen gegenüber. Bis ins 20. Jahrhundert wurde es wegen der schwierigen Raffinierung kaum verwendet. Seit 1970 ist die Nachfrage rapide gewachsen und Palladium findet heute vor allem in der Autoindustrie (Hybridtechnik und Katalysatoren), Elektronik, Chemieindustrie, Dentaltechnik, Schmuckindustrie, Nanotechnik, sowie zu Anlagezwecken (Swiss Value, ETF’s, Zertifikate, Barren und Münzen) Verwendung.

Die Automobilbranche hat 2010 53% der Gesamtnachfrage nach Palladium für sich beansprucht. Neben indirekten Anlagen in Palladium über Finanzprodukte sind auch direkte physische Anlagen wie Barren (Münzen fast ausschliesslich Canada Maple Leaf) möglich. Zur Palladiumproduktion steuert Russland einen Anteil von 56% bei, Südafrika liefert weitere 37%.

Obwohl Palladium fast ausschliesslich industriell genutzt wird, wurde durch die starke Kursentwicklung in den Jahren 2009 und 2010 auch das Interesse von Anlegern geweckt und zusätzliche Gelder flossen in den Markt. Die Hauptnachfrage wird trotz des gestiegenen Interesses der Finanzindustrie durch die industrielle Nachfrage dominiert.